Attraktives Bundesamt 2030
Eine Amtsstelle des Bundes möchte mit dem Projekt «Attraktives Bundesamt 2030» seine Position im Wettbewerb um Fachkräfte stärken. Federas analysierte zusammen mit den Mitarbeitenden und unter aktivem Einbezug des Direktors verschiedene Handlungsfelder für ein zukunftsfähiges Arbeitgeberprofil. In einem strukturierten Austausch zwischen Fachbereichen und der Direktion wurden Entscheidungsgrundlagen für konkrete Massnahmen vorbereitet.
Ein mittelgrosses Bundesamt
mit rund 300 Mitarbeitenden war Auftraggeber in diesem Projekt. In der internen Arbeitsweise und Ausgestaltung von Massnahmen hat das Amt viele Freiheiten. Als Teil der Bundesverwaltung gibt es jedoch klar definierte Rahmenbedingungen in den Bereichen Anstellung, Lohnsystem und Personalentwicklung.
Das Projekt «Attraktives Bundesamt 2030» wurde lanciert, um das Amt strategisch auf den absehbaren Fachkräftemangel und eine bevorstehende Pensionierungswelle vorzubereiten. Obwohl offene Stellen derzeit im Amt noch gut besetzt werden können, wird in den nächsten zehn Jahren rund ein Drittel der Mitarbeitenden altersbedingt ausscheiden. Ziel war es deshalb, frühzeitig jene Faktoren zu identifizieren, die das Amt mittel- bis langfristig als Arbeitgeber attraktiv halten. Als analytischer Rahmen diente das Modell von PwC Schweiz mit zehn Handlungsfeldern zum Umgang mit dem Fachkräftemangel. Federas glich die Handlungsfelder systematisch mit dem aktuellen Stand im Amt ab und strukturierte die Themen in die Bereiche Arbeitsbedingungen, Kommunikation sowie Kultur und Prozesse.
Nach der Bestandsaufnahme wurden rund 40 Mitarbeitende aus fünf Zielgruppen online befragt. Ergänzend diskutierten sämtliche Mitarbeitenden am Sommer-Amtsrapport in moderierten Workshops zentrale Fragen zur Attraktivität des Amtes. Inhaltlich bestätigte sich eine hohe Identifikation mit der sinnvollen, praxisnahen Arbeit. Handlungsbedarf zeigte sich vor allem bei der Sichtbarkeit des breiten Aufgabenportfolios, bei der konsistenten Einführung digitaler Instrumente inklusive KI, bei der Weiterentwicklung der Arbeitskultur sowie bei der systematischeren Förderung von Laufbahn- und Weiterbildungsperspektiven. In vertiefenden Gesprächen mit dem Direktor wurden die Erkenntnisse geschärft und priorisiert.
Diese Erkenntnisse wurden im Anschluss entscheidungsreif aufbereitet – von Optimierungen in der internen Kommunikation über Leitlinien für digitale Tools bis hin zur stärkeren Verankerung von Entwicklungsgesprächen. Die Geschäftsleitung beschloss daraufhin priorisierte Umsetzungsschritte. Damit verfügt das Bundesamt über eine strategische Grundlage, um seine Arbeitgeberattraktivität gezielt weiterzuentwickeln und dem Fachkräftemangel gezielt entgegenzuwirken.
Federas konzipierte die Befragungen, moderierte die Diskussionsrunden und deren Auswertungen und strukturierte die Resultate.